AKTUELLER STAND IM HEUMÖDERNTAL

Treuchtlingen – Die neue Lifttrasse im Heumöderntal ist noch nicht genehmigt. Alle Beteiligten befinden sich derzeit noch in der Vorbereitungs- und Abstimmungsphase. Eine Bürgerinformationsveranstaltung ist in Planung.

Das Heumöderntal mit seinen zahlreichen Outdoorsport-Möglichkeiten ist gefragter denn je.
Spaziergänger, Wanderer, Mountainbikefahrer und Familien mit Kindern nutzen das Tal gerne
für sportliche Aktivitäten und Wochenendausflüge. Dies gilt sowohl für Einheimische, als auch
für Besucher.

Nachfolgend die aktuellen Planungsstände und das weitere Vorgehen zu den einzelnen Maßnahmen/Projekten im Heumöderntal:

Mountainbike

Die sechs offiziellen Mountainbiketrails erfreuen sich großer Beliebtheit, weshalb vor allem an den Wochenenden ein hohes Besucheraufkommen vorhanden ist. Dies ist auf der einen Seite sehr erfreulich. Auf der anderen beschert dies den Anwohner der Uhlbergstraße deutlich mehr Verkehr und die begrenzten Flächen werden zum Parken verwendet.

Diese Problematik ist den Betreibern der Talstation und der Stadt Treuchtlingen bekannt. Maßnahmen zur Verbesserung der Situation wurden bereits ergriffen und Ausweichparkplätze ausgeschildert.

Zudem ist ein Mountainbike-Streckennetz über die Kommunen Treuchtlingen, Pappenheim und Solnhofen in Planung. Hierbei wird beabsichtigt, die Mountainbikefahrer, ergänzend zu den Heumöderntrails, in der näheren Region zu verteilen. Der ausschlaggebende Punkt für das interkommunale Projekt war die mangelnde Besucherlenkung, welche im oberen Altmühltal für Konflikte sorgt. Durch eine Vielzahl an illegalen Trails in ganz Bayern, müssen Kommunen legale Alternativen schaffen und Aufklärungskampagnen starten. Die Mountainbiker werden dabei gezielt auf die vorhandene Trail-Infrastruktur geleitet und illegale Trails bestmöglich zurück gebaut sowie mit Hinweisschildern z.B. „Hier bitte nicht“ versehen. So sollen Bodenerosionen, die zumeist durch nicht fachgerecht angelegte Trailstrukturen entstehen, sowie Konflikte mit anderen Interessensgruppen (z.B. Jäger, Förster, Spaziergänger) vermieden werden.

Schlepplift

Wie bereits mehrfach informiert wurde, ist der bestehende Lift am Skihang nicht mehr funktionstüchtig. Es hat sich die Möglichkeit ergeben, einen gebrauchten Lift zu erwerben, der nicht nur von den Wintersportlern, sondern auch von den Radfahrern genutzt werden könnte. Diese Idee haben die beide Initiatoren Christian Wißmüller und Axel Rosenbauer der Stadt Treuchtlingen und den städtischen Gremien vorgestellt.

Um den erworbenen Lift im Heumöderntal aufbauen zu können, ist eine Genehmigung nach dem Bayerischen Eisenbahn- und Seilbahn-Gesetz erforderlich. Bestandteil des Genehmigungsverfahrens sind ein genauer Lageplan, in welchem unter anderem die Bahnachse, die Zufahrten, Wege und sonstige Verkehrsanlagen, Waldbestände und Stromzuführungsleitung eingetragen sind. Zur Prüfung der Umweltverträglichkeit, die ein wesentlicher Bestandteil des Genehmigungsverfahrens ist müssen verschiedene Gutachten erstellt werden (z. B. landschaftspflegerischer Begleitsplan). Hierdurch wird sichergestellt, dass notwendige Eingriffe in die Natur kompensiert bzw. minimiert werden. Die Ergebnisse hierzu sind nach der Vegetationsperiode zu erwarten. Auch die Vorhaltung einer entsprechenden Anzahl an Parkplätzen ist Teil des Genehmigungsverfahrens. Genehmigungsbehörde für den Antrag ist das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens werden die Behörden und Stellen, die Träger öffentlicher Belange sind, durch das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen angehört, hierzu gehört auch die Stadt Treuchtlingen.

Wildgehege

Im Rahmen der Vorüberlegungen wurde mit dem Betreiber des Geheges, Herrn Oswald Bayer, eine Teilverlegung des Dammwildgeheges nach Norden in den Wald hinein diskutiert. Dies käme letztlich auch dem Rehwild zugute, welches sich vermehrt in den Wald zurückziehen kann. Falls eine Ausdehnung nach Norden stattfindet, würde das Gehege im Osten um die gleiche Fläche schrumpfen. Bezüglich des Geheges wurde zu diesem Zeitpunkt noch nichts beschlossen, da noch keine endgültigen Betriebskonzepte durch die Betreiber vorliegen.

Städtische Gremien, Information der Öffentlichkeit

Der Stadtrat und verschiedene Ausschüsse werden sich nach der Sommerpause intensiv mit dem schon länger bestehenden Thema „Mountainbiken im Heumöderntal“ beschäftigen. Insbesondere soll diskutiert werden, wie Besucherströme gelenkt, Fußgänger und Radfahrer getrennt und wie ein „Wildwuchs“ von Fahrradaktivitäten vermieden werden können. Das Gremium wird sich außerdem mit dem Problem des E-Mountainbikes im Gelände beschäftigen und dazu Stellungnahmen verschiedener Verbände/Interessensgruppen (DAV, Förster, Jäger) anhören.

Das Genehmigungsverfahren zum Schlepplift obliegt der Kreisverwaltungsbehörde, also dem Landratsamt. Die Anhörung der Träger öffentlicher Belange erfolgt von der Kreisverwaltungsbehörde aus. Auch eine Bürgeranhörung sieht das Verfahren vor; Bürger können dann die Unterlagen einsehen und ihre Bedenken schriftlich einreichen. Die Anregungen und Einwände sind im Rahmen dieser Anhörung dann nach Gesetzeslage vom Landratsamt zu beurteilen.

Sobald alle Informationen vorliegen, möchte die Stadt Treuchtlingen unabhängig davon eine Informationsveranstaltung anbieten. In dieser sollen die Betreiber der Liftanlage/Trails ihre Lagepläne und Betriebskonzepte (momentan noch in Bearbeitung) vorstellen.

„Wünschenswert wäre eine sorgfältige Abwägung aller Interessen, jung oder alt, Fußgänger oder Radfahrer, bei gleichzeitigem, verantwortungsvollem Umgang mit unseren beschränkten natürlichen Ressourcen“, so Bürgermeisterin Dr. Dr. Kristina Becker. Für Sie ist klar, dass eine Lösung nur durch den Dialog aller Beteiligten gefunden werden kann.

Quelle: Stadt Treuchtlingen – Marina Stoll

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