Muhr am See – Die Wiener Burgschauspielerin Dorothee Hartinger kommt am 10. Juli mit dem Einpersonenstück „die Wand“ von Marlen Haushofer auf die Freilichtbühne in Muhr am See.

Dorothee Hartinger stammt aus Regensburg in der Oberpfalz. Nach der Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule folgten Engagements an den Münchner Kammerspielen,am Schauspiel Frankfurt,bei den Salzburger Festspielen und am Thalia-Theater Hamburg. 2000/1 war sie als „Gretchen“ Ensemblemitglied beim 21 stündigen „Faustmaraton“von Peter Stein in Hannover, Berlin und Wien engagiert.
Seit 2002 ist sie Ensemblemitglied des Burgtheater und verkörperte u.a. die „Hilde Wangel“in Ibsens „Baumeister Sollness“, Schnitzlers„Fräulein Else“ und die „Viola“ in „was ihr wollt“. Zur Zeit steht sie u.a. in der „Wand“ nach dem Roman von Marlen Haushofer auf der Bühne,als „Puck“ im „Sommernachtstraum“ und als „Banic“ in „Der Fall McNeal“.
Marlen Haushofers Roman ermöglicht viele Deutungsmöglichkeiten. „Die Wand“ als Symbol für Barrieren, die uns von den Mitmenschen trennen; Krankheit, Depression, Ausgrenzung, Einsamkeit. Die Bedrohung und zugleich die Sehnsucht, gezwungen zu werden, ohne Menschen zu leben.
Dorothee Hartinger spielt in szenischer Einrichtung von Christian Nickel diesen österreichischen Jahrhundertroman normalerweise auf der Feststiege des Burgtheaters, die mit ihrer wuchtigen Unwirtlichkeit einem Naturereignis gleichkommt. Muhr wird diese Wuchtigkeit der Geschichte auf der Freilichtbühne erleben.
(KH)
