Ein neuer Schulsanitätsdienst im Aufbau

Gunzenhausen – Ein Schulsanitätsdienst ist eine Gruppe von Schülern, welche sich freiwillig und unter Anleitung einer entsprechend ausgebildeten Lehrkraft bereit erklären, als medizinische Ersthelfer bei einem Schulunfall schnell zur Stelle zu sein und unkompliziert Erste Hilfe zu leisten.

Die neuen Juniorhelferinnen und -helfer an der Grundschule Süd

Auch bei Schulveranstaltungen kommt dieser zum Einsatz. Mit ihrer Sanitätstasche stehen dann die Schüler zum Beispiel bei Sportturnieren am Spielfeldrand – und können sofort helfen, sollte es zu einem Unfall oder einer Sportverletzung kommen. Entsprechend aktive Schulsanitätsdienste gibt es seit dem letzten Jahr bereits am Simon-Marius-Gymnasium und an der Berufs- und Wirtschaftsschule in Gunzenhausen.

Getreu dem Motto „Niemand ist zu klein, um ein Helfer zu sein“ hat das Jugendrotkreuz Gunzenhausen 11 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Süd aus den Klassenstufen 2 und 4 zum „Juniorhelfer“ ausgebildet. In fünf Vollstunden erlernten die kleinen Ersthelfer, wie man mit Pflaster und Dreiecktuch richtige Verbände anlegt, was man bei einem Nasenbluten unternimmt und wie man mit einem Bewusstlosen umgeht.

Eine Schnittwunde an der Hand wird fachgerecht verbunden

Im Unterricht spielten natürlich auch das Auffinden von Patienten sowie das Erkennen von Wunden und Verletzungen eine maßgebliche Rolle. Erlernt haben die „kleinen Helferlein“ aber natürlich auch, wie man einen Patienten richtig betreut – und vor allem wie man einen vollständigen und richtigen Notruf an der internationalen Notrufnummer 112 durchführt. In einem schriftlichen Test mussten die Schülerinnen und Schüler im Anschluß – wie in der Schule – auch ihr Wissen unter Beweis stellen.

Die Ausbildung der Kinder übernahmen dabei aktive JRK-Gruppenleiterinnen aus Gunzenhausen. Dabei zeigen sie sich immer wieder begeistert, wie engagiert die Kinder zur Sache gehen. „Besonders freut uns immer, wenn wir sehen, das die meisten Kinder schon wesentlich besser und engagierter Erste Hilfe leisten wollen und leisten können als der durchschnittliche Erwachsene.“ so Margit Fackler-Liedtke, federführende Gruppenleiterin beim Jugendrotkreuz Gunzenhausen. Und Yvonne Zischler ist überzeugt: „Diese Kinder werden bei einem Unfall niemals danebenstehen und nicht wissen was zu tun ist. Sie werden immer ungefragt helfen.“

Das Jugendrotkreuz Gunzenhausen ist übrigens die Jugend- und Nachwuchsorganisation des Bayerischen Roten Kreuz und trifft sich jeden Freitag ab 17 Uhr (ausser in den Ferien) zur Gruppenstunde im BRK-Heim in der Albert-Schweitzer-Straße 88 (unterhalb des Krankenhauses). Hier gibt es Spiel und Spaß für Kinder zwischen 6 und 27 Jahren – und natürlich jede Menge Erster Hilfe.

Quelle und Bilder: Bayerisches Jugendrotkreuz Gunzenhausen – Guido Liedtke

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