„Ekel“ Alfred Tetzlaff kam in den Falkengarten

Gunzenhausen – Das Team der Volksbühne Michendorf aus Potsdam um Intendant Christian A. Schnell hat sich dieses Jahr mit der speziellen Inszenierung von zwei Folgen der beliebten Fernsehserie „Ein Herz und eine Seele“ nach Wolfgang Menge auf der Freilichtbühne im Falkengarten in Gunzenhausen etwas besonderes einfallen lassen und damit die rund 150 Besucher im Falkengarten in Gunzenhausen begeistert.

Hartmut Guy begeisterte die Zuschauer als „Ekel“ Alfred

Mit Hartmut Kühn, Jens Ulrich Seffen, der kurzfristig die beiden Frauenrollen von Monika Disse übernahm, Tina Nicole Kaiser und Eric Naumann kamen dafür Schauspieler nach Gunzenhausen die dem regionalen Theaterpublikum bereits durch ihr schauspielerisches Wirken bei den Altmühlseefestspielen in den vergangenen Jahren bekannt waren und in der Region auch sehr beliebt sind. Ergänzt wurde dieses Quartett noch durch die junge Schauspielerin Julenka Werkmeister die bereits im vergangen Jahr in Gunzenhausen dabei war und in der Paraderolle als Alfred Tetzlaff Hartmut Guy.

Stechschritt und Kommandoton gab es im ersten Teil bei der Folge „Massage“. Alfred fällt unglücklich vom Stuhl und sein Rücken schmerzt, ein Arzt wird bestellt. Und der ehemalige Oberstabsarzt der Wehrmacht kann sogar „Ekel Alfred“ einen Lehrgang in Unverschämtheit geben. Doch der ist nicht zu eingeschüchtert um bei der verordneten Massage unsittlich handgreiflich gegen seine Masseurin zu werden.

von links stehend: Julenka Werkmeister, Tina Nicole Kaiser, Jens Ulrich Seffen, Hartmut Guy und Hartmut Kühn; am Tisch sitzend Eric Naumann

Die Beziehungen zur „DDR“ beginnen sich gerade auf politischer Seite etwas aufzulockern. In dieser Zeit spielte auch die zweite Folge des Abends „Besuch aus der Ostzone“. Die ideologischen Grenzen sind immer noch „zugemauert“. Und in dieser Situation steht der Familie Tetzlaff Besuch ins Haus. Michaels Eltern wollen endlich ihre angeheirateten Verwandten kennen lernen. Alfred zeigt sich wieder einmal von seiner „besten“ und „charmantesten“ Seite. Nicht genug das die Eltern seines „roten“ Schwiegersohns aus der Ostzone sind da ist es noch eine besondere Schikane das sie ausgerechnet zu der Übertragung von der Fußballweltmeisterschaft im Fernsehen kommen.

Der Intendant der Volksbühne Michendorf, Christian A. Schnell freute sich mit seinem Ensemble wieder einmal in Gunzenhausen gastieren zu können. Alle Akteure waren sich darüber einig das es für sie sehr schön war wieder in die Region um den Altmühlsee zu kommen und alle möchten diese künstlerischen Besuche auch gerne wiederholen.

Es kann für die Kulturszene in Gunzenhausen nur eine Bereicherung sein wenn das Team um Christian A. Schnell und Steffen Löser auch in Zukunft in Gunzenhausen im Falkengarten oder auf der neuen Bühne in der Stadthalle wieder vorbeischaut um ihr Programm zu spielen.

Mehr Bilder von der Freilufttheateraufführung im Falkengarten finden Sie auf unserer Facebookseite altmuehlfranken.online.

(KH)

Ein Kommentar

  1. Ein kurzweiliger Abend im Falkengarten – und das Wetter hielt aus!
    Dank an das Schauspielerteam um den Intendanten Christian A. Schnell und Steffen Löser, die wiederum zu begeistern wussten. Sogar meine Bollis, die mitdurften, waren fasziniert!
    Wir waren als Gruppe dort und haben uns köstlich amüsiert.

    Man kann nicht umhin, damit übereinzustimmen, dass es für die Kulturszene in Gunzenhausen nur eine Bereicherung sein kann, wenn das Team um Christian A. Schnell und Steffen Löser auch in Zukunft in Gunzenhausen im Falkengarten oder auf der neuen Bühne in der Stadthalle wieder vorbeischaut. Ihre im Herbst 2018 preisgekrönte „Jedermann“-Aufführung (die mit 8 ausverkauften Vorstellungen der Startschuss für ein jedes Jahr wiederkehrendes Theaterspektakel in der St. Nikolaikirche in Potsdam war) wäre das non plus ultra in der neu renovierten Stadthalle in Gunzenhausen!

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