Karpfensaison ist im Landkreis Ansbach eröffnet

Ansbach – Landrat Dr. Jürgen Ludwig hat heute als Vorsitzender der Teichgenossenschaft Landkreis Ansbach die Karpfensaison im Landkreis Ansbach eröffnet. „Unser Fisch ist ein regionales und sehr gesundes Lebensmittel, das längst auch in der modernen Küche angekommen ist. Die Teichwirtschaft gehört fest zur Lebensart im Landkreis Ansbach. Sie ist ein aktiver Beitrag zum Naturschutz. Viele Weiher sind landschaftsprägend und ein fester Bestandteil der Naherholung“, sagte er im Fischhof Hausmann in Altendettelsau (Gemeinde Petersaurach). Der langjährige Abgeordnete im Bundestag und im EU-Parlament Albert Deß, Vorsitzender des Verbandes der Bayerischen Berufsfischer, würdigte das Engagement der Teichwirte und dankte ihnen für die „exzellente Vermarktung“.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig, Gastwirt Fritz Schwab, Albert Deß, Vorsitzender des Verbandes der Bayerischen Berufsfischer, und Christian Baur von der Weihergemeinschaft Dinkelsbühl (verdeckt) eröffneten im Fischhof von Johann und Hans Hausmann in Altendettelsau die Karpfensaison (von links). Mit dabei war Susanne Goßler (hinten rechts), die Geschäftsführerin der Teichgenossenschaft Landkreis Ansbach.
(Foto: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein)

Wie Gastgeber Hans Hausmann berichtete, sei in dieser Saison gerade beim Karpfen eine sehr gute Qualität zu erwarten. Der viele Regen habe das Wasser in den Teichen immer wieder abgekühlt. „Der Karpfen will es aber lieber warm, von daher verlief das Wachstum etwas langsamer.“ Auf die Qualität wirke sich dies wiederum positiv aus. Der Saisonstart in den Gastwirtschaften sei „furios“ gewesen, gab Hausmann seinen Eindruck wieder. Das bestätigte Gastwirt Fritz Schwab aus Aich bei Neuendettelsau. Der Karpfenabsatz steige stetig an. Die Gerichte würde gerne auch zum Mitnehmen bestellt. Leider hörten aber immer mehr Gastwirte auf.

Für Christian Baur, den Vorsitzenden der Weihergemeinschaft Dinkelsbühl, ist der Karpfen auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit „der beste Fisch überhaupt“, denn er ernähre sich weitgehend von dem, was im Weiher vorhanden sei. Nur geringfügig werde mit Getreide zugefüttert.

Welch hohe Wertschätzung die traditionelle Karpfenteichwirtschaft in Bayern erfährt, wird auch an der Tatsache deutlich, dass sie 2021 von der Deutschen-UNESCO-Kommission in die Liste „Immaterielles Kulturerbe in Deutschland“ aufgenommen wurde. „Das ist Unterstützung und Werbung für unsere heimische Teichwirtschaft und deren Erhaltung“, so Landrat Dr. Jürgen Ludwig.

Susanne Goßler, Geschäftsführerin der Teichgenossenschaft Landkreis Ansbach, verwies auf eine Vielzahl an Veranstaltungen im Landkreis Ansbach, an denen der Karpfen als heimisches Produkt im Mittelpunkt stehe. Coronabedingt könne derzeit leider vieles nicht wie gewohnt angeboten werden. Aber: Die Dinkelsbühler Fischerntewoche wird vom 30. Oktober bis zum 7. November im Bereich des „Haus der Geschichte“ mit einem Schau-Aquarium und Marktbuden stattfinden – wenn auch in kleinerem Rahmen als sonst.

Quelle: Landratsamt Ansbach – Pressestelle

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