MdB Katja Hessel besuchte RF Plast in Gunzenhausen

Gunzenhausen – Die Zulieferindustrie sorgt sich um ihre Zukunft. Vor allem jene Betriebe, die hauptsächlich für die Automobilindustrie schaffen, müssen sich angesichts der technologischen Veränderungen neu orientieren. Betroffen von der Entwicklung ist auch die Gunzenhäuser RF Plast, die zu 85 Prozent für die herkömmlichen Autohersteller liefert. Bei einem Unternehmensbesuch der FDP-Bundestagsabgeordneten Katja Hessel (Nürnberg), gab Geschäftsführer Dr. Simon Amesöder die Parole aus: „Wir wollen breiter werden, beispielsweise in Partnerschaft mit der Industrie- und Umwelttechnik.“


Dr. Simon Amesöder stellte sein Unternehmen der FDP-Finanzpolitikerin Katja Hessel (Dritte von rechts) vor.

Die Firma RF Plast arbeitet in der Gunzenhäuser Weinstraße . Das 1988 in Westheim gegründete Unternehmen der Kunststoffbranche, beschäftigt heute 180 Mitarbeiter. Produziert wird nicht nur in Gunzenhausen, sondern seit 2014 auch an rumänischen Standorten im Großraum Timisoara.

Die hergestellten Produkte gehen vorwiegend in Comfort- und Sicherungssysteme im Fahrzeugbau sowie als Sichtteile in die Industrie. Der Betrieb in Gunzenhausen ist hochtechnisiert und teilt sich mit anderen Betrieben die Sorge um qualifizierte Arbeitskräfte: „Sämtliche Fachleute werden heute vom Markt regelrecht aufgesaugt“. Als weitere größte Herausforderungen für seinen Betrieb sieht Dr. Amesöder deshalb die Aufrechterhaltung des Dreischichtbetriebs.

Katja Hessel, die im Bundestag Vorsitzende des einflussreichen Finanzausschusses ist, lernte ein Unternehmen kennen, das sich mit wissenschaftlicher Unterstützung ständig bemüht, sich gegenüber den großen Zulieferern in der Metall- und Kunststoffbranche zu behaupten. Angesichts der Herausforderungen, die mit der Umstellung der Kfz-Hersteller auf Elektroantrieb verbunden sind, vergrößern sich die Sorgen der kleinen Zulieferbetriebe. Ganz wesentlich kommt es auf die Innovationskraft der jungen Unternehmer an, um die Aufgaben der Zukunft erfolgreich bestehen zu können. Dr. Amesöder sieht diesbezüglich RF-Plast gut aufgestellt, zumal die Firma seit vielen Jahren gute Kontakte zu den technischen Hochschulen pflegt.

Geschäftsführerin Nadine Amesöder unterstreicht die Ansprüche an sich selbst: „Wir entwickeln unser Know-How weiter und wollen höchste Qualität sichern.“ Wichtig ist ihr das Arbeitssicherungs- und Gesundheitsmanagement und natürlich das Umweltmanagementsystem, dem sich RF-Plast schon seit vielen Jahren verpflichtet fühlt.

Der FDP-Besuchsdelegation gehörten neben dem Kreisvorsitzenden Thomas Geilhardt (Pleinfeld) auch Werner Falk, der Vorsitzende der FDP-Kreistags- und Stadtratsfraktion, Julia Bernwald, Timo Jungwirth sowie der Ansbacher Parteivorsitzende Gernot Samhammer an.

Quelle und Bild: Werner Falk

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