„ÖDP bleibt gelassen und vertraut auf die Vernunft der Bürger“

Gunzenhausen – „Die CSU und das Staatliche Bauamt sehen ihre Felle davon schwimmen – anders kann man ihren hektischen Aktionismus mit nochmals neuer B 13-Umfahrungsvariante und Darstellung von angeblichen Fakten nicht interpretieren“ – dieses Fazit zieht die ÖDP-Kreisvorstandschaft in einer aktuellen Pressemitteilung. In dieser nimmt sie Stellung zur kurzfristig von der CSU vorgeschlagenen neuen Trassenführung und zu einer Pressekonferenz des Bauamtsleiters Schmidt.

Reinhard Ebert (links) und Simon Scherer wollen für die ÖDP die Umgehung der B 13 in Schlungenhof verhindern

Der CSU-Vorschlag hat für ÖDP-Kreisrat Simon Scherer noch schlimmere Folgen als die
Vorzugsvariante 3.1 des Bauamts: „Noch mehr Flächenversiegelung ist die Folge, weil hier
schon beginnend ab der Bahnbrücke bei Muhr eine neue B 13-Trasse gebaut werden soll“.
Zudem sei beim CSU-Vorschlag „eine noch geringere verkehrsleitende Wirkung“ zu erwarten,
da die Anbindung an die B 466 noch weiter im Osten an die B 466 vorgesehen sei.

Sein ÖDP-Mitstreiter Kilian Welser sieht zudem das Risiko, dass dann über zwei weitere Wege
Verkehr in die Kernstadt nach Gunzenhausen geleitet würde: McDonalds/Nürnberger Straße
sowie Kino/Alemannenstraße. „Von einer Umgehung für Gunzenhausen kann hier keine Rede
mehr sein“, so Welser. Dort wo die CSU die neue B 13-Umfahrung an die B 466 anbinden wolle,
sei zudem der Damm der B 466 so hoch wie nirgends anders. Der neue Kreisel würde
regelrecht über Gunzenhausen „thronen“. Dies würde eine noch ausgedehntere Beschallung
Schlungenhofs, Laubenzedels, Sinderlachs und sogar Gunzenhausens zur Folge haben. „Früher
waren die Kirchen die höchsten Bauwerke in einer Stadt – CSU und Bauamt sehen
offensichtlich lieber Asphalt und LKW in künftigen Gunzenhäuser Tourismusprospekten“ so
das Fazit des Ökodemokraten.

Logische Folge der CSU-Variante sei für die ÖDP zudem, dass das notwendige Brückenbauwerk
über den Altmühlüberleiter noch höher werden müsse – mit einer damit einhergehenden
Landschaftsverschandelung enormen Ausmaßes. Eine noch längere Neubautrasse, noch
höhere Bauwerke, noch mehr Massenbewegungen – circa 1.000 LKW-Ladungen Material
würden allein für den erhöhten Kreisel zusätzlich benötigt – das alles hätte natürlich eine
nochmalige erhebliche Kostensteigerung der B 13-Umfahrung zur Folge.

Eine klare Ansage richtet ÖDP-Kreisvorsitzender Reinhard Ebert an Bauamtsleiter Schmidt:
„Wer wie er 50 Millionen Euro für eine völlige überflüssige, zerstörerische B 13-Umfahrung
verbauen will, andererseits aber andeutet, damit überfordert zu sein, Ertüchtigung und
Lärmschutz für die bestehende B 13 in Schlungenhof zu realisieren, der sollte sich fragen, ob
er an der richtigen Stelle sitzt!“ Die ÖDP rät den Bürgern, nicht auf die amtlichen
„Einflüsterungsversuche“ hereinzufallen – denn noch immer seien Ämter für die Bürger da
und sollten nicht gegen diese arbeiten.

Die ÖDP bleibe trotz des Getöses der Gegenseite gelassen und sehe keinerlei Veranlassung
ihre Bewertung zu ändern: „CSU und Bauamt wollen das sinnloseste Bauwerk seit dem
Turmbau zu Babel mit aller Macht durchdrücken – und Probleme von heute mit Methoden
von vorgestern lösen“. Im Gespräch mit den Bürgern bekomme die ÖDP enorm viel Zuspruch,
es bestehe die reale Chance beim Bürgerentscheid am 19. Januar der Vernunft zum Sieg zu
verhelfen.

Quelle und Bilder: Simon Scherer ÖDP

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