Ortsteile müssen mit der Kernstadt gleichberechtigt behandelt und gefördert werden

Gunzenhausen – Dies ist einer der Hauptpunkte für den Bürgermeisterkandidaten der Freien Wähler Harald Romanowski in seiner politischen Arbeit. Bei einem Pressegespräch mit unserer Redaktion berichtete er von durchwegs positiven Resonanzen auf seine Bewerbung zum Bürgermeister er Stadt Gunzenhausen. Er hat während seiner 6-jährigen Arbeit als Ortssprecher für Aha gelernt, dass alle Entscheidungen des Stadtrates dem amtierenden Bürgermeister positiv und auch negativ zugerechnet werden berichtete er von seinen kommunalpolitischen Erfahrungen in Gunzenhausen.

Bildnachweis Freie Wähler-Gunzenhausen

Die Entscheidungen im Stadtrat sind sehr stark von Stimmungen beeinflusst ist sich der gebürtige Westerwälder sicher. Dies zeigte sich im letzten Jahr besonders bei der Problematik mit den Schwammspinnern im Burgstallwald und bei der Ortsumgehung Schlungenhof. Dabei haben sich die betroffenen Bürger mit dem Bürgerentscheid dagegen gewehrt dass die CSU im Stadtrat seiner Meinung nach, auch gegen die Interessen der Bevölkerung in den Ortsteilen Schlungenhof und Laubenzedel eine Straßenumgehung durchsetzen wollte, die wohl eher den Wünschen der Parteispitzen in Berlin entsprochen hätte. Hier haben die Bürger in legitimer Art und Weise von ihren demokratischen Rechten Gebrauch gemacht. Er hätte sich für beide Ortsteile eine Lösung gewünscht die für beide tragbar gewesen wäre, „das große Ganze nach CSU“ realistischer betrachtet und die Kosten zum überwiegenden Teil dem Bund als Bedarfsträger zugewiesen hätte. Diese Lösung wäre eine parallele Trassenführung von Bundesstraße und Bahnlinie in Richtung des Altmühlsees mit einer Unterführung unterhalb der Tulpe gewesen, die den Verkehr an Gunzenhausen vollständig vorbei geführt und damit die Lärmbelästigung durch Bahn- und Straßenverkehr nicht nur in Schlungenhof sondern auch im Bahnhofsviertel Gunzenhausen erheblich gesenkt hätte. Diese stand jedoch nie ernsthaft zur Debatte. Die Bürger haben sich jetzt mit dem Bürgerentscheid eindeutig entschieden und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz hat auf diese ablehnende Entscheidung sehr demokratisch reagiert lobte er den aktuellen Amtsinhaber in Gunzenhausen.

In seinem Wahlkampfprogramm legt Harald Romanowski die Schwerpunkte seiner politischen Ideen und Aktivitäten auf vier Grundthemen:

  • Ausbau des ÖPNV

    Gunzenhausen muss eine attraktive und durchgehende Verkehrsanbindung durch die Bahn nach Nürnberg ohne die Umsteigestelle in Pleinfeld erhalten. Dabei können die nicht elektrifizierten Streckenabschnitte mit alternativen Antriebsarten betrieben werden wofür es möglicher Weise im ÖPNV entsprechende Fördermittel gibt. Dies könnte ähnlich dem Rufbus ein Pilotprojekt für Gunzenhausen werden.

  • Die Ortsteile benötigen mehr Bauplätze

    Die Ortsteile sind bei dieser Problematik im Vergleich zur Kernstadt und dem Reutberg gleichberechtigt zu behandeln und bedürfen aktuell einer bedarfsgerecht bevorzugten Förderung durch die Stadt. Man darf die jungen bauwilligen Menschen aus den Ortsteilen nicht dazu zwingen ihre angestammten Dörfer, in denen sie auch optimal integriert sind, zu verlassen und auf den Reutberg zu ziehen. Die Entscheidungen über neue Baugebiete in den Ortsteilen dürfen keine 15 Jahre mehr dauern und den Dorfnachwuchs zum Wohnungswechsel zwingen. Dafür müssen aber auch die Arbeitsprioritäten im städtischen Bauamt und der Stadtverwaltung geändert und den Gegebenheiten angepasst werden fordert Harald Romanowski.

  • Die Förderung der Innenentwicklung in den Dörfern ist eine langfristige Aufgabe

    Die Verringerungen der Leerstände in den Innenbereichen der Ortsteile kann nur langfristig erfolgen ist sich der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler sicher. Er möchte die Altsitzer, die ihre Anwesen in den Kernbereichen der Dörfer sehr schön hergerichtet haben nicht dazu zwingen jetzt auf ihren Grundstücken neue Nachbarn erdulden zu müssen da sie finanziell meistens nicht dazu gezwungen sind die Grundstücke an Bauwillige zu verkaufen. Erst wenn in rund 15 Jahren die Altsitzer nicht mehr in den Dörfern leben und auch kein Nachwuchs auf den Grundstücken lebt kann eine Abschaffung der Leerstände und die damit verbundene Förderung der Innenentwicklung wirksam angegangen werden. Daher ist jetzt mittelfristig die Ausweisung neuer Baugebiete für die jungen Menschen in den Ortsteilen unumgänglich.

  • Ortsteile müssen durch einen besseren Radwegeausbau besser an die Kernstadt angebunden werden

    Harald Romanowski ist davon überzeugt, dass die Berufspendler aus den Ortsteilen in die Kernstadt zunehmend auf das Fahrrad wechseln würden wenn alle Ortsteile mit entsprechenden Radwegen an die Kernstadt angebunden wären. Hier sind durch die Stadt bereits sehr viele gute Ansätze erfolgt die aber noch nicht ausreichen und nicht alle Ortsteile erfassen stellte er fest. Die Radweganbindung von Aha und Unterwurmbach sind hierfür positive Beispiele, die auch für die anderen Dörfer angewendet werden sollten.

Immer wenn überregionale Interessen von Bund oder Land betroffen sind, machen die etablierten Parteien eine Kommunalpolitik, die den vorgegebenen Richtlinien der Parteiführungsgremien angepasst sind bemängelt er die aktuelle politisch Situation. Dies wird es mit ihm als Kommunalpolitiker nicht geben stellte er fest. Etwas mehr Egoismus für unseren Kreis und die Stadt ist seiner Meinung nach sehr wichtig um nicht zum Spielball dieser überregionalen Interessen zu werden.

Er ist für alle Seiten gesprächsbereit wird aber immer wieder gegen persönliche Angriffe und Diffamierungen von Kommunalpolitikern in Leserbriefen und der Öffentlichkeit konsequent vorgehen und diese bekämpfen egal aus welcher politischen Richtung die angegriffen Kollegen kommen. Fasste er seinen politischen Arbeitsstil zusammen.

Er hält die „Fryday for Future“ Bewegung der Jugendlichen Zukunftsweisend. Er hat daher auch bei der Demo in Gunzenhausen ein Grußwort gesprochen und war etwas überrascht dass die wichtigen Anliegen der Jugendlichen kommunalpolitisch missbraucht wurden. Die Jugendlichen haben Einfluss auf ihr Elternhaus und die Eltern können und müssen von ihren Ideen lernen stellte er fest. Wenn bei dieser Nachmittagsveranstaltung in Gunzenhausen relativ wenig Jugendliche teilgenommen haben liegt dies nicht am Desinteresse auch außerhalb der Schulzeit zu demonstrieren sondern auch an der fehlenden Möglichkeit nach der Demo zurück in die heimatlichen Dörfer zu kommen ist sich Harald Romanowski sicher.

Die jetzige Elterngeneration hat bereits eine gewisse Demonstrationskultur erlebt und erfahren wie politische Entscheidungen durch die demokratische Meinungsäußerungen außerhalb der Parlamente beeinflusst werden können.

(KH)

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