Sieben hilfreiche Säulen

Schwabach – Resiliente Menschen können Herausforderungen bewältigen, Rückschläge verarbeiten und oftmals daran wachsen. „Das psychologische Modell der sieben Säulen von Resilienz zeigt Einstellungen und Ressourcen auf, die dabei nützlich sind“, sagt Claus Eitel, Direktor in der AOK Mittelfranken. Expertinnen und Experten halten folgende Aspekte für besonders wichtig:  

Zur Selbstfürsorge gehören regelmäßige Pausen: Auch sie helfen dabei, langfristig die Widerstandskraft zu stärken.
(Foto © PantherMedia / olly18)
Optimismus

Resiliente Menschen bringen in kleinen Schritten mehr Optimismus in Ihren Alltag und lenken ihre Aufmerksamkeit auf das „Gute“, auch in schwierigen Situationen. Sie schärfen beispielsweise ihren Blick für das Positive, indem sie jeden Tag eine angenehme Erfahrung notieren – oder einen Moment, der zumindest nicht negativ war.

Selbstwirksamkeit

Genauso entscheidend ist es, Eigenverantwortung zu übernehmen und auf die persönlichen Stärken zu vertrauen. „Selbstwirksamkeit bedeutet zu erkennen, dass man mit den vorhandenen Kompetenzen etwas bewirken kann – das hilft dabei, Situationen richtig einzuschätzen, selbstständig Lösungen zu finden und dann aktiv zu handeln“, so Claus Eitel.

Selbstfürsorge

Wenn es gelingt, den Stresspegel im Alltag zu senken, stärkt dies Handlungsfähigkeit und innere Stabilität. Selbstfürsorge geht jedoch über die Stressbewältigung hinaus. Sie bedeutet auch, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen, Grenzen zu erkennen und sich selbst mit Freundlichkeit zu begegnen. „Bewährte Methoden der Selbstfürsorge sind sportliche Aktivitäten, kreative Hobbys, aber ebenso ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Pausen sowie Atemübungen und Meditation – all das stärkt langfristig die Widerstandskraft“, erläutert Claus Eitel.

Akzeptanz

Unveränderbares anzunehmen, schafft innere Ruhe und öffnet den Blick für mögliche Lösungen. Deshalb ist Akzeptanz so wichtig, denn dabei geht es vor allem darum, unterscheiden zu können, welche Aspekte einer Situation beeinflussbar sind und welche nicht.

Lösungsorientierung

Eine konstruktive Grundhaltung hilft, Herausforderungen aktiv anzugehen, statt sich von ihnen entmutigen zu lassen. Wer Hindernisse als Aufgaben betrachtet, die Lösungen erfordern, behält die Motivation und kann leichter auch schwierige Situationen bewältigen. Hierbei schaffen Ziele häufig die notwendige Orientierung. 

Zukunftsorientierung

Doch wenn ein Plan misslingt, ist es entscheidend, Rückschläge als Lernchance und Feedback für zukünftige Situationen zu betrachten. Resiliente Persönlichkeiten passen ihre Gedanken und Vorgehensweise an die veränderten Umstände an. So können sie alternative Lösungsansätze finden und dennoch Ihr Zukunftsziel erreichen.

Netzwerkorientierung

Die soziale Unterstützung ist ein weiterer bedeutsamer Faktor für Resilienz, denn sie bietet Rückhalt in schwierigen Zeiten und erleichtert die Überwindung von Hindernissen. „Ein verlässliches soziales Umfeld kann Kraft geben, motivieren, neue Perspektiven eröffnen – und es unterstützt, wenn jemand Hilfe braucht“, sagt Claus Eitel.

Quelle: AOK Mittelfranken – Simone Lotter

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert