Gunzenhausen – Während bei Erwachsenen vor allem bewusste Einstellungen wie Optimismus oder Akzeptanz im Mittelpunkt stehen, entwickeln Kinder Resilienz vor allem über sichere Bindungen, emotionale Unterstützung und die Kommunikation. „Der Austausch mit den Eltern ist für Kinder entscheidend: Es stärkt sie, wenn sie sich zuverlässig geborgen und ermutigt fühlen“, sagt Claus Eitel, Direktor in der AOK Mittelfranken.
Eltern als Vorbild
Die Erwachsenen können das Selbstvertrauen von Kindern stärken, indem sie Strukturen geben und Grenzen setzen. Denn es fällt ihnen leichter, sich erst einmal innerhalb des elterlichen Rahmens auszuprobieren. Hilfreich ist es, wenn Eltern den Nachwuchs altersgerecht zum Mitmachen motivieren und ihnen Aufgaben anvertrauen. So entwickeln junge Menschen Selbstwirksamkeit, das heißt, sie glauben mehr und mehr an die eigenen Fähigkeiten. Sie machen die Erfahrung, dass sie etwas erreichen können und wie kompetent sie bereits in bestimmten Situationen handeln. „Wichtig dabei ist, dass die Eltern den Nachwuchs ohne Druck unterstützen, fördern und mit allen Charaktereigenschaften wertschätzen“, so Claus Eitel. Hierzu gehört auch die Konfliktfähigkeit. Streit und Krisen gehören zum Leben; lernen Kinder, sich ihnen zu stellen, wachsen sie daran.
AOK mit zahlreichen Angeboten
Die AOK begleitet Kitas mit dem Programm JolinchenKids. Es umfasst verschiedene Gesundheitsthemen, die schrittweise in den Alltag integriert werden können. Unter anderem enthält es auch Angebote für die innere Balance, etwa die „Fühl mich gut“- Insel, um soziale Kompetenzen und Entspannungsmöglichkeiten zu fördern und dabei zu helfen, ein positives Selbstbild zu entwickeln.
Das AOK-Präventionsprogramm „Henrietta & Co.“ bringt Grundschulkindern Gesundheitsthemen auf unterhaltsame Weise näher. Mit interaktiven Theaterstücken, digitalen Lernangeboten und praxisnahen Materialien werden Themen wie Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit behandelt.
Klasse2000 ist das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung in der Grundschule, allein die AOK Bayern fördert mehr als 2.000 Grundschulklassen. „Klasse2000 unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, gesund, stark und selbstbewusst aufzuwachsen und vermittelt unter anderem, wie Kinder sich entspannen können, zudem aber auch, wie sich Probleme und Konflikte lösen lassen“, sagt Claus Eitel.
Der Familiencoach „Kinderängste“ kann Eltern dabei helfen, starke Ängste bei Kindern frühzeitig anzugehen und zu bewältigen. Damit will die Gesundheitskasse betroffene Familien stärken. Der Online-Coach kann keine Angstdiagnostik oder Psychotherapie ersetzen, sondern will alltagsnah bewährte Methoden zum Umgang mit dieser Herausforderung aufzeigen. Er bietet in fünf Modulen umfassende Informationen und vermittelt, wie sich die Schwierigkeiten gemeinsam in der Familie überwinden lassen.
Quelle: AOK Bayern – Simone Lotter
Artikelbild: Die Eltern als Vorbild: Für Stressabbau und Entspannung zu sorgen, stärkt ebenso die Resilienz wie ein guter Umgang mit Konflikten. (Foto © panthermedia.net / Nagy-Bagoly Ilona)
