Stadt Gunzenhausen – Rechenzentrum von Hetzner Online lässt sich nicht realisieren

Gunzenhausen – Über mehrere Monate hinweg wurden Gespräche mit Grundstückseigentümern geführt und Vor- und Nachteile des Projekts auf vielen Ebenen diskutiert. Nun ist klar: Das Großprojekt „Rechenzentrum mit Solarpark“ der ortsansässigen Firma Hetzner Online GmbH lässt sich am Standort zwischen dem Gewerbegebiet Scheupeleinsmühle und dem Ortsteil Aha nicht realisieren. Ein Teil der Grundstückseigentümer war zwar zum Verkauf oder Tausch der für die Umsetzung notwendigen Flächen bereit, am Ende ließen sich aber nicht alle vom Konzept überzeugen oder waren aus anderen Gründen nicht bereit, ihre Grundstücke einzubringen.

„Leider wurde die einmalige Chance für Gunzenhausen vertan“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Für den Bau des Rechenzentrums und die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien hätte viel gesprochen. Wir befinden uns mitten in der Digitalisierung, die letztlich für jede Bürgerin und jeden Bürger von Bedeutung ist und auch genutzt wird. Mit dem Projekt hätten wir dieser innovativen und zukunftsorientierten Branche eine Heimat geben können.“

„Natürlich haben wir uns auch mit den Folgen eines Projekts dieser Größenordnung auseinandergesetzt, etwa mit der hohen Flächeninanspruchnahme und deren Bedeutung für die Landwirtschaft. In vielen Gesprächen wurde auch seitens der Verwaltung und des Stadtrats das Pro und Contra des Rechenzentrums abgewogen. Im Ergebnis hätten die Vorteile für Gunzenhausen und der hier lebenden Bürgerinnen und Bürger überwogen.“

„Auch, wenn wir die Entscheidung der ablehnenden Grundstückseigentümer bedauern, gilt es diese zu akzeptieren. Ich danke daher allen verkaufsbereiten Grundstückseigentümern. Denen, die sich anders entschieden haben und dies auf sachliche Argumente und einen konstruktiven Dialog gestützt haben, danke ich ebenfalls.“

„Mein besonderer Dank gilt dem heimischen Unternehmen Hetzner Online GmbH für die Bereitschaft, am Standort Gunzenhausen zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Das Unternehmen wird das Rechenzentrum mit Solarpark nun an einem anderen Standort realisieren.“

„Die Internetwirtschaft hat hohe Zuwachsraten und ohne Smartphone oder Homeoffice ist der Alltag für die meisten von uns mittlerweile undenkbar. Die Branche wird an Bedeutung weiter zulegen. Hier hätten wir mit einem Gunzenhäuser Rechenzentrum plus Solarpark einen wichtigen Beitrag leisten können.“

„Ich wünsche der Hetzner Online GmbH eine glückliche Hand bei der Auswahl des alternativen Standorts und beglückwünsche die zukünftige Sitzgemeinde.“

Quelle: Stadt Gunzenhausen – Manuel Grosser

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