Treuchtlingen – Im Februar beginnen die Sanierungsarbeiten an der Straßenbeleuchtung in Schambach, Möhren, Dietfurt und Grönhart – Laternen brennen künftig durchgängig.
Was lange währt, wird endlich gut! Seit rund drei Jahren beschäftigt sich die Stadtverwaltung mit Energieeinsparungen bei der Straßenbeleuchtung. Mit über 600.000 Kilowattstunden jährlichem Stromverbrauch zählt die Einrichtung zu den größten Energiefressern in der Stadt. „Glücklicherweise mit großem Einsparpotential“, weiß Klimaschutzmanager Andreas Oswald, weshalb er die LED-Sanierung der
Straßenbeleuchtungen als eine der ersten großen Klimaschutzmaßnahmen in Treuchtlingen auf den Weg gebracht hat.
Im September 2023 entschied sich daraufhin der Stadtrat im Grundsatz für eine umfassende Sanierung der Straßenbeleuchtung, nachdem Oswald ein Einsparpotential von mindestens 70 % prognostiziert hat. Da eine normgerechte Umrüstung der Straßenbeleuchtung einiges an Vorbereitung benötigt, konsultierte die Stadtverwaltung den auf Straßenbeleuchtung spezialisierte Kommunalberater Stefan Stölzle von den Lechwerken. Dieser unterstütze die Stadt bei der Überplanung der bestehenden Beleuchtungssituation mit Bestimmung der idealen Beleuchtungsstärken, Lichtpunkthöhen, Lichtfarbe, Beleuchtungszeiten und Laternentypen sowie bei der Beantragung der Fördermittel für die Umrüstungsmaßnahme.
Eben jene Bearbeitung der Fördermittel für einen ersten Bauabschnitt zog sich allerdings über fast 2 Jahre hin, sodass erst im vergangenen Herbst die Suche nach einem geeigneten Leuchtenhersteller gestartet werden konnte. Zum Zuge kommt die Firma Signify aus Hamburg, einer Tochter von Philips, deren Leuchten regelmäßig im kommunalen Einsatz verwendet werden.
Saniert werden im ersten Schritt rund 200 Laternen in den vier Ortsteilen Schambach, Möhren, Dietfurt und Grönhart. Baubeginn ist im Februar 2026. Die Laternen stammen künftig nur noch von einem Hersteller, was dazu führt, dass die Straßenbeleuchtung ein einheitliches Bild mit einheitlicher Lichtfarbe erhält. Als weitere Neuerung wird die Beleuchtungsdauer der Ortsteile an die der Kernstadt angepasst. Das heißt, es wird keine
Nachtabschaltung mehr zwischen 1 Uhr und 4:30 Uhr geben. Um die längere Brenndauer zu kompensieren, werden die Leuchten in den Nachtstunden auf etwa 30 % Beleuchtungsstärke herunter gedimmt. Lichtfarbe und Ausrichtung des Lichts sind so eingestellt, dass der Grad an Lichtverschmutzung auf ein Minimum abgesenkt wird und möglichst insektenfreundlich ist. Die hohe Energieeffizienz der neuen LED-Leuchten und die Dimmung führt letztlich zu einer Energieeinsparung von über 80 %, was sogar die ersten Berechnungen übertrifft.
Der ursprüngliche Vorschlag, die Sanierung der Straßenbeleuchtung schrittweise bis 2030 durchzuführen, ist der Grund, warum zunächst nur vier Ortsteile umgerüstet werden können. Der in 2023 gestellte Förderantrag umfasste Mittel für etwa 200 Leuchten. Durch das enorm hohe Einsparpotential entschloss sich der Stadtrat jedoch kurz darauf, die Straßenbeleuchtung möglichst in einem Zug auf LED umzustellen. Durch die Zusammenarbeit mit den Lechwerken konnten die Planungen zügig vorangetrieben werden, sodass auch schon der Förderantrag für die Sanierung aller weiteren rund 1.000 noch herkömmlichen Straßenlaternen im Stadtgebiet gestellt werden konnte. Man entschied sich, die zwischenzeitlich zugesagten Mittel der ersten Planung in Anspruch zu nehmen, um einen zeitlichen Vorsprung bei den Energieeinsparungen zu gewinnen.
Insgesamt erhält die Stadt einen Zuschuss von 40 % für die neuen Leuchtmittel und deren Montage. Zusätzlich zu den hohen Energieeinsparungen führt die Förderung dazu, dass sich die Maßnahme in nur wenigen Jahren rechnet. Dies wird auch im Rahmen der Stabilisierungshilfen äußerst positiv bewertet, denn schon nach rund 3 bis 4 Jahren amortisiert sich die Investition und die Kosteneinsparungen entlasten den Haushalt.
Quelle: Stadt Treuchtlingen – Marina Stoll
