Gunzenhausen – Ein langfristiger und flächendeckender Stromausfall, auch als „Blackout“ bezeichnet, ist ein seltenes, aber ernstzunehmendes Ereignis, das die gesamte Gesellschaft vor große Herausforderungen stellt. Ein Blackout beschreibt den vollständigen und länger andauernden Ausfall der Stromversorgung in einem großen Gebiet. Im Gegensatz dazu steht der „Brownout“, bei dem die Stromversorgung nur teilweise oder bei dem die Stromversorgung in Teilbereichen vorsorglich eingestellt wird, um einen Blackout zu vermeiden. Die Vorbereitung auf solche seltenen Szenarien ist essenziell, um Sicherheit und Wohlbefinden zu gewährleisten. Als Stadtverwaltung machen wir uns daher Gedanken, wie wir unsere Bürgerinnen und Bürger bestmöglich informieren und auch ein Stück weit vorbereiten können.
Vorneweg: Bleiben Sie ruhig und rational! In unserer Region ist die Stromversorgung sicher und komfortabel. Der Stadtverwaltung ist nicht bekannt, dass ein Black- oder Brownout kurz- oder langfristig bevorsteht. Dennoch ist solch ein Szenario immer denkbar und daher sollten Sie sich mit uns zusammen auf Eventualitäten vorbereiten. Für Fragen stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung und nehmen Ihnen auch gerne Ihre Unsicherheiten. Das städtische Sachgebiet Digitalisierung, Mobilität, Wahlen und Bevölkerungsschutz ist unter der E-Mail bevoelkerungsschutz@gunzenhausen.de gerne für Sie und Ihre Fragen erreichbar.
Ein Blackout kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden, etwa durch extreme Wetterereignisse, technische Störungen im Stromnetz oder Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen. Obwohl Netzbetreiber und Energieversorger umfangreiche Maßnahmen zur Netzstabilität ergreifen, ist ein vollständiger und länger andauernder Stromausfall nicht vollständig auszuschließen. Brownouts treten im Zusammenhang mit einer Netzüberlastung auf. Ein Teilnetz wir manuell offline geschalten um einen vollständigen Netzausfall zu verhindern. Dieser gezielte Lastabwurf markiert die letztmögliche Maßnahme zur Systemstabilisierung wozu die Übertragungsnetzbetreiber nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG §13 Abs. 2) verpflichtet sind.
Jeder Einzelne kann sich durch einfache Maßnahmen auf einen längerfristigen Stromausfall vorbereiten. Dazu gehören das Anlegen eines Notvorrats an Wasser, Lebensmitteln und Batterien sowie das Bereithalten von Taschenlampen, Kerzen und batteriebetriebenen Radios. Zudem ist es ratsam, wichtige Dokumente und benötigte Medikamente griffbereit zu halten.
Im Falle eines Stromausfalls sollten elektrische Geräte ausgeschaltet bleiben, um Schäden durch Spannungsspitzen zu vermeiden. Bedenken Sie, dass bei einem flächendeckenden Netzausfall möglicherweise auch der Empfang Ihres Mobiltelefons eingeschränkt sein kann. Auch der Zugriff aufs Internet kann betroffen sein. Bleiben Sie auch dann ruhig und warten Sie ab. Falls Sie in diesem Fall Hilfe benötigen oder drängende Fragen haben, dann finden Sie in den Katastrophenschutz-Leuchttürmen persönliche Ansprechpersonen.
Katastrophenschutz-Leuchttürme werden in den Stadtteilen in den Feuerwehrgerätehäusern aufgebaut und in Gunzenhausen in der Stephani-Schule. Sie dienen Bürgerinnen und Bürger im Fall eines Stromausfalls als Anlaufstellen. Diese Gebäude eignen sich dafür, können sie doch durch Notstromaggregate mit Strom versorgt werden, so dass z.B. lebenswichtige Akkus von Beatmungsgeräten oder dergleichen geladen werden können. Ebenso erhalten Sie dort kompetente Erste Hilfe und eine Weiterleitung von Notfällen an den Rettungsdienst ist möglich.
Die Vorbereitung auf Blackout- oder Brownout-Situationen schützt nicht nur die individuelle Sicherheit, sondern unterstützt die Stabilität der Gemeinschaft. Wir empfehlen Ihnen, sich regelmäßig zu informieren und in die Thematik einzudenken. Hilfreiche Informationen dazu gibt es nicht nur unter www.gunzenhausen.de/stromausfall.html, sondern auch auf der Homepage des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (www.bbk.bund.de). Hier finden Sie auch einen informativen Notfallratgeber für das richtige Handeln in einer Notsituation.
Quelle: Stadt Gunzenhausen – Manuel Grosser
