Weißenburg sucht die nächste Stadtschreiberin, den nächsten Stadtschreiber!

Weißenburg – Das einzigartige Theaterprojekt im Bergwaldtheater der fränkischen Kleinstadt geht weiter. Gesucht wird jemand, der 2026 einige Wochen in der Stadt verbringt und bis 2027 ein Theaterstück für das Weißenburger Bergwaldtheater schreibt. Träger des Stadtschreiber-Projekts sind „Die Theaterbürger“, die erste und einzige Theatergenossenschaft Bayerns.

Für ihn wird Ersatz gesucht: Der Hofer Autor Roland Spranger war der letzte Weißenburger
Stadtschreiber und fühlte sich nicht zuletzt im Weißenburger Bergwaldtheater sehr wohl
(Foto: Ina Brechenmacher)

Der Aufruf erfolgt im Rahmen des Weißenburger Bürgertheaters. Seit 2017 wird in der
fränkischen Kleinstadt ein außergewöhnliches Projekt umgesetzt. Aus der Bürgerschaft heraus hat
man sich hier vorgenommen, Theater aus dem Elfenbeinturm des Staatstheaters wieder in die
Mitte der Gesellschaft zu bringen.

Das gelingt am besten, wenn auf der Bühne Themen verhandelt werden, die die Menschen im
Publikum etwas angehen, und wenn sie auch noch selbst auf der Bühne stehen, so die Überzeu-
gung der Theaterbürger. Unter dem Motto „Eine Stadt führt sich auf“ hat man sich in Weißen-
burg bislang stets ein eigenes Theaterstück schreiben lassen und es in einem Ensemble aus lokalen
Amateurschauspielern und professionellen Darstellern in einer großen Produktion auf die Bühne
gebracht.

In der Vergangenheit waren bereits Bachmann-Preisträger Franzobel (Wien), der Kabarettist Sigi
Zimmerschied (Passau), Clemens Berger (Wien) und zuletzt Roland Spranger (Hof) in der Stadt.
Nun soll diese Reihe um das nächste spannende Gesicht ergänzt werden, um hoffentlich im Jahr
2028 ein weiteres Stadtschreiber-Stück im Weißenburger Bergwaldtheater sehen zu können.
In diesem Sommer war „Archaeopteryx – Der Stein vergisst nicht“ in acht Vorstellungen in der
Naturbühne aufgeführt worden. Zuvor fanden im Rahmen des Weißenburger Bürgertheaters
bereits „Der Lebkuchenmann“ sowie „Der größte Glückskeks“ statt. Die Produktionen hatten
jeweils zwischen 4000 und 6000 Besucherinnen und Besucher.

Der Aufenthalt als Stadtschreiberin, Stadtschreiber wird mit einem Honorar vergütet. Die in
Treuchtlingen beheimatete Wilhelm und Christine Hirschmann Stiftung unterstützt das Projekt.
Details zur Ausschreibung finden sich auf der Homepage der Theaterbürger (www.dietheaterbuer-
ger.de). Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 9. März 2026.

Kontakt: Die Theaterbürger – Weißenburg führt sich auf eG – Goethestraße 1 • 91781 Weißenburg
info@dietheaterbuerger.de

Quelle: Die Theaterbürger eG

Artikelbild: Uli Wagner

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