Gunzenhausen – Krebs gehört zu den häufigsten Erkrankungen älterer Menschen – und ist heute in vielen Fällen sehr gut behandel- und heilbar, wenn er früh erkannt wird. Moderne Diagnostik, stetig verbesserte Therapien und eine intensive Forschung haben die Überlebenschancen von Patienten mit Krebsdiagnose in den vergangenen Jahren deutlich erhöht und geben Betroffenen begründete Hoffnung.

Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Ziel ist es, die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und die Bevölkerung dazu aufzurufen, sich über die Präventionsmöglichkeiten zu informieren. (Bild: KI-generiert)
Wie Krebs entsteht
Krebs entsteht, wenn sich genetisch veränderte Körperzellen unkontrolliert teilen und nicht mehr dem normalen „Reparaturprogramm“ des Körpers folgen. Wenngleich eine Krebserkrankung jeden treffen kann, weiß man jedoch, dass die beschriebenen Veränderungen unter anderem durch Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht, starke Sonnenbelastung sowie bestimmte Infektionen und erbliche Faktoren begünstigt werden.
Je mehr dieser Risiken zusammentreffen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens zu erkranken.
Die Wichtigkeit der Vorsorge
Das Klinikum Altmühlfranken macht anlässlich des Weltkrebstags darauf aufmerksam, dass Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen (wie zum Beispiel eine Darmspiegelung ab 50 Jahren) der wirksamste Schutz sind, um Krebs in einem heilbaren Stadium zu entdecken. Viele Menschen verspüren jedoch Unsicherheit oder Angst, wenn es um Krebsvorsorgeuntersuchungen geht. Häufig liegt das an der Sorge vor einem möglichen Befund oder an der Vorstellung, dass die Untersuchungen schmerzhaft oder unangenehm sein könnten. Dabei sind die meisten Vorsorgeuntersuchungen heute dank moderner Methoden schonend, schnell und mit sehr geringem Risiko verbunden. Vor allem aber gilt: Früherkennung rettet Leben.
Wird Krebs im Frühstadium erkannt, sind die Heilungschancen in den meisten Fällen deutlich höher. „Vorsorge bedeutet, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen“, meint Prof. Dr. Ulrich Fetzner, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasiven onkologischen Chirurgie am Standort Weißenburg.
Im Klinikum Altmühlfranken ist man mit der Behandlung verschiedenster Tumorerkrankungen bestens vertraut. Die moderne Tumorbehandlung besteht heute meist aus einer sogenannten multimodalen Therapie, das bedeutet, der Tumor wir kombiniert chirurgisch–onkologisch und/oder strahlentherapeutisch behandelt.
Die Krebschirurgie befasst sich mit der operativen Behandlung von Tumorerkrankungen und der Versorgung von Patienten, die unter einer Krebserkrankung leiden. Ein besonderer Schwerpunkt des Klinikums ist die Krebschirurgie mit all ihren Facetten.
Die meisten Tumore entstehen in den Organen des Bauches und Brustkorbes. Die komplette Entfernung ist dabei das Hauptziel einer Operation. Manchmal ist dieses Ziel jedoch nicht zu erreichen, eine Operation kann aber wieder zu mehr Lebensqualität oder zur Linderung der Beschwerden führen.
In enger Kooperation mit einer Vielzahl von Spezialisten (Innere Medizin, Onkologie, Radiologie, Strahlentherapie, Pathologie, Palliativmedizin) bietet das Klinikum Altmühlfranken seinen Patienten eine maßgeschneiderte Behandlung der Krebserkrankungen an. Dabei werden – soweit möglich und sinnvoll – schonende, minimalinvasive Operationsverfahren (Schlüssellochchirurgie) angewandt. Im Mittelpunkt steht ein individueller Behandlungsplan, der sich an Tumorart, Stadium und den persönlichen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientiert.
„Krebs ist heute in vielen Fällen eine gut behandelbare Erkrankung, vorausgesetzt, wir nutzen die Vorsorgeangebote“, appelliert Chefarzt Fetzner. „Nehmen Sie die fälligen Vorsorge- und Kontrolltermine (z.B. Darmspiegelung, Check-ups, gynäkologische und urologische Vorsorge) unbedingt wahr und Warnsignale wie beispielsweise Leistungsabfall, Husten, Schluckbeschwerden, Stuhlgangsveränderungen, Blutungen, Gewichtsverlust, Schwellungen und viele mehr ernst. Ärztlicher Rat ist hier unerlässlich“, so Fetzner weiter.
Wer seine Gesundheit aktiv im Blick behält, verbessert seine Chancen erheblich – und kann im Ernstfall auf moderne Medizin und ein erfahrenes Behandlungsteam vor Ort vertrauen.
Quelle: Klinikum Altmühlfranken – Johanna Müller
