Wunschgroßeltern in Altmühlfranken: Auch während der Corona-Pandemie aktiv!

Weißenburg – Seit mittlerweile sieben Jahren gibt es die „Wunschgroßeltern in Altmühlfranken“ des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen. Das Ziel ist es, ältere Menschen, die sich über eine neue Aufgabe freuen und ein bisschen ihrer Zeit an Kinder verschenken möchten und Familien, die keine Großeltern vor Ort haben, miteinander in Kontakt zu bringen. Aber wie kann das in Zeiten der Corona-Pandemie aussehen?


Natürlich hat die Corona-Pandemie das Angebot „Wunschgroßeltern in Altmühlfranken“ erst einmal ausgebremst. Viele Wunschgroßeltern waren sich unsicher, wie ein Kontakt zu den Familien aussehen kann. Die regelmäßigen Großelterncafés zum Austausch miteinander waren ebenfalls nicht mehr möglich und es haben sich auch wesentlich weniger neue Seniorinnen und Senioren sowie Familien gemeldet.

Trotzdem gehen die Familien während der Pandemie teilweise auch neue Wege, treffen sich im Rahmen der Kontaktbeschränkungen draußen oder nutzen Telefonate oder Videoanrufe, um den Kontakt zu halten.

Erlaubt ist der Kontakt wie auch bei leiblichen Großeltern zur Betreuung der Kinder, aber viele verzichten verständlicherweise aus Rücksicht aufeinander auf den persönlichen Kontakt. „Uns war es wichtig, dass die Wunschgroßeltern und Familien einen gemeinsamen Weg finden, mit dem es allen Beteiligten gut geht“, so die Koordinatorin Karina Milles.

Bisher sind zum Glück noch keine Wunschgroßeltern abgesprungen. Nur Einzelne, die gerade im Aufnahmeprozess stecken, möchten jetzt noch einmal abwarten, wie sich die Situation entwickelt. Alle, die bisher schon in einer Familie aktiv waren, versuchen den Kontakt zu halten und freuen sich darauf, wenn wieder ungezwungene Treffen möglich sind.

Auch bei der Koordinierungsstelle wird versucht, mit neuen Ideen auf die Situation zu reagieren, so wurde beispielsweise der jährliche Weihnachtsgruß den Wunschgroßeltern dieses Mal persönlich an die Haustür bzw. das Gartentor gebracht anstelle einer gemeinsamen Weihnachtsfeier. Und nachdem viele Wunschgroßeltern den Austausch miteinander vermissen, wird seit Februar regelmäßig ein Onlinegroßelterncafé angeboten, das trotz erster technischer Herausforderungen gut angelaufen ist.
Wer Interesse an dem Angebot hat und als Wunschgroßeltern andere Familie unterstützen möchte, kann sich jederzeit bei der Koordinatorin Karina Milles melden. Bei einem ersten Kennenlerngespräch können bereits alle Formalitäten geklärt werden wie z.B. die Beantragung des erweiterten Führungszeugnisses. Abhängig von den geltenden Regelungen kann dann auch eine Vermittlung erfolgen. „Dabei muss der Einzelfall angeschaut werden, da sich vor allem bei kleineren Kindern ein Kontaktaufbau mit Maske verständlicherweise schwierig gestaltet. Aktuell haben wir einige Familien in der Warteliste vor allem in Treuchtlingen und Weißenburg, die sich sehr über eine Wunschoma bzw. einen Wunschopa freuen würden, die ihnen ein bisschen Zeit und Aufmerksamkeit schenken“, so Karina Milles.

Für nähere Informationen wenden Sie sich gerne an die Koordinatorin Karina Milles unter 09141 902-412 oder wunschgrosseltern@altmuehlfranken.de.

Quelle: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen – Claudia Wagner

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