CSU Kreisverband ehrt verdiente Mitglieder

Muhr am See – Der CSU Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen lud zu seinen alljährlichen Herbstempfang in das AIZ in Muhr am See ein. Der Kreisvorsitzende Manuel Westphal konnte als Hauptredner für diese Veranstaltung den stellvertretenden CSU-Generalsekretär Markus Blume gewinnen.

von links: Markus Blume (stellvertretender CSU_Generalsekretär), Almut Binkert, Richard Zäh und Manuel Westphal

Markus Blume ging in seiner Rede auf viele unterschiedliche Aspekte und aktuelle Herausforderungen ein. Die 99-jährige Geschichte des Freistaats Bayern ist für ihn eine „unglaubliche Erfolgsgeschichte“ und „ein Vorbild für alle in Deutschland“.  Die Menschen schätzten die Freiheit in Europa, aber an Zu viel an Freiheit mache ihnen Angst. An dieser Stelle wird Markus Blume bedient sich Markus Blume der tagesaktuellen Sprache: „Wir brauchen in der Zuwanderung von Menschen in unser Land Spielregeln, die die Grenzen der Freiheit aufzeigen.“ Ihm spricht der frühere Bundespräsident Joachim Gauck, gewiss kein Freund der Unionsradikalen, aus der Seele, wenn er sagt „Unser Herz ist weit, aber unsere Möglichkeiten sind begrenzt.“ Blumen schätzt diese Balance in den Worten Gaucks und vermisst sie zugleich bei Angela Merkel. Der Unionsstratege will aber nicht, dass die Menschen aus Angst für weniger Freiheit stimmen. Er glaubt, dass in Deutschland zu viele unterwegs sind, die den falschen Pfad gehen indem sie Selbstverleugnung betreiben. „Ich will nicht, dass wir die Axt an die Prägung unseres Landes legen“, sagt er. Und mit Martin Luther fordert er die Menschen auf: „Habt mehr Mut zu dem, was Euch wichtig ist und relativiert Euch nicht ständig!“

Die freiheitliche Gesellschaft ist für das Synodalmitglied der Evangelischen Landeskirche nichts, was den Menschen in den Schoß gelegt wird, denn: „Wir dürfen nie drauf vertrauen, dass es schon andere geben wird, die sich dafür stark machen.“ Sorge macht Markus Blume die Zukunftsangst und auch der Populismus. Den 24. September, als die CSU bei der Bundestagswahl auf 38 Prozent abgerutscht ist, ist für ihn eine „große Zäsur“. Er mahnt, die Wähler in ihren Empfindungen ernst zu nehmen: „Viele verstehen nicht, dass der Staat und auch die Wirtschaft soviel Geld einnehmen wie nie, sie fragen sich aber: Wie lange dauerts für mich?“ Den Menschen im Lande gehe es zwar so gut wie selten zuvor, dennoch gebe es einige Dinge, die erledigt werden müssten.

Kein Verständnis („dickes Ding“) hat der stellvertretende CSU-General für die frühe Festlegung der SPD, nach ihrer Wahlschlappe in die Opposition zu gehen. Sie mache aus parteitaktischen Erwägungen jetzt den „schlanken Fuß“. Hoffnungen setzt er in die „bürgerliche Handschaft“ einer Jamaika-Koalition: „Alle wollen das einhalten, was sie versprochen haben, aber alle wissen auch um ihre staatspolitische Verantwortung.“ Die breite Mehrheit müsse zur Erkenntnis kommen: „Die nehmen sich unserer Sorgen an.“ Blume („Wir müssen reden“) will die Bayern, die sich zuletzt der CSU verweigert haben, wieder näher an die Partei heranführen. Er diagnostiziert , dass die Empörungskultur steil nach oben geht, die Debattenkultur hingegen nach unten. Und er will niemanden in eine bestimmte Ecke stellen und ist zuversichtlich, dass sich „die politischen Dinge gut fügen werden“.

Dem Kreisvorsitzenden MdL Manuel Westphal blieb es vorbehalten, mit der Weißenburgerin Almut Binkert und dem Treuchtlinger Richard Zäh zwei Mitglieder für langjährige Zugehörigkeit mit der „Silbernen Ehrenamtsnadel“ auszuzeichnen. Apothekerin Binkert, die im Stadtrat und Kreistag sitzt, stellvertretende Landrätin und 2. Bürgermeisterin war, ist Trägerin der silbernen Verfassungsmedaille. Richard Zäh, der jetzige 2. Bürgermeister von Treuchtlingen, ist Stadt- und Kreisrat sowie in vielen landwirtschaftlichen Organisationen tätig (22 Jahre war er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft).

Quelle und Bilder: CSU Kreisverband – Manuel Westphal; Werner Falk (Falk-Report)

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