„Darmkrebs – ich doch nicht! Und wenn doch?“

Weißenburg – Darmkrebs steht an zweiter Stelle der bösartigen Erkrankungen bei Männern und Frauen. An Dickdarmkrebs erkranken jedes Jahr in Deutschland etwa 68.000 Menschen neu und 25.000 sterben jährlich daran. Die Häufigkeit dieser Krebserkrankung hängt neben erblichen Faktoren mit dem Lebensstil in den westlichen Industrienationen zusammen.

Dr. Christine Gentsch, Chirurgin, leitende Oberärztin und Koordinatorin des Darmkrebszentrums am Klinikum Altmühlfranken informiert im Rahmen des Darmkrebsmonats März. (Foto: Klinikum Altmühlfranken)

Es ist belegt, dass eine fleisch- und fettreiche Ernährung mit geringem Gehalt an Ballaststoffen ein Risikofaktor für die Entstehung von Darmkrebs darstellt. Auch Bewegungsmangel, Übergewicht und vermehrter Alkoholkonsum zählen zu den Risikofaktoren. Leider sind Änderungen des Lebensstils zur Prävention von Dickdarmkrebs oft schwer zu verwirklichen.

Es gibt jedoch einen weiteren Weg der wirksamen Dickdarmkrebsvorsorge durch die Früherkennung. Abgesehen von ganz wenigen erblich bedingten Formen entsteht der Dickdarmkrebs in 95 % der Fälle aus gutartigen Darmpolypen. Werden diese Darmpolypen bei der Dickdarmspiegelung entfernt, ist die Gefahr gebannt. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2002 die kostenlose Vorsorge-Darmspiegelung für Männer und Frauen über 55 Jahren eingeführt. Sie wurde bereits von vielen Menschen in Anspruch genommen und somit konnten viele Todesfälle und Neuerkrankungen verhindert werden.

Sollte es jedoch zur Entstehung von Darmkrebs gekommen sein, handelt es sich um eine Tumorform, die mit modernen Methoden heutzutage sehr gut behandelt werden kann. Die Behandlungskonzepte sind interdisziplinär, Internisten, Onkologen und Chirurgen arbeiten eng zusammen. Die maßgebliche Rolle in der Therapie des Darmkrebses kommt jedoch weiterhin dem Chirurgen zu.

Dr. Christine Gentsch, leitende Oberärztin der Chirurgie am Klinikum Altmühlfranken Weißenburg, wird aus diesem Grund insbesondere auf die chirurgischen Therapieprinzipien eingehen und diese allgemeinverständlich

erläutern. Schwerpunkt ist dabei die Darstellung der modernen minimal invasiven Operationen wie sie jetzt in der Klinik in Weißenburg hauptsächlich vorgenommen werden. Zur besseren Veranschaulichung wird Dr. Gentsch, Koordinatorin des Darmkrebszentrums, auch einige Videos aus dem OP zeigen.

Im Anschluss beantwortet Oberärztin Dr. Christine Gentsch gerne Fragen.

Der Vortrag findet im Rahmen der Vortragsreihe „Gesundheit im Dialog“ am Mittwoch, den 27.03.2019 in den Räumen der Berufsfachschule für Krankenpflege am Klinikum Altmühlfranken Weißenburg statt. Beginn ist um 19:00 Uhr.

Der Eintritt ist frei, bitte beachten Sie, dass die Plätze begrenzt sind.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Quelle: Klinikum Altmühlfranken – Julia Kamann

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